Oskar – Eine Futtermittel-Allergie?

Virtuelles Klassenzimmer @ AfT interaktiv Szperling GbR: Fachgespräche mit Dozenten

Im zweiten Abschnitt des virtuellen Klassenzimmers trug am vergangenen Mittwoch ein ganz besonderer „Gast“ ein Fallbeispiel aus der eigenen Praxis vor. Yvonne Müller, die Tierheilpraktikerin und Hunde- und Pferdeernährungsexpertin aus Freiburg und gleichzeitig selbst angehende Tierphysiotherapeutin als Schülerin der AfT!

In Ihrem Vortrag ist das Zusammenspiel von Tierheilpraxis und Tierphysiotherapie für alle Schüler sehr Interessant. Yvonne stellt einen ihrer Patienten vor, einen Rüden der laut Besitzerin an einer starken Futtermittelallergie leidet. Er hat immer wieder Haut- und Verdauungsprobleme, zudem entzündete Pfoten. Sein Blutbild ist bis auf den SDMA, welcher ein Früherkennungswert der Niere ist, in Ordnung und ohne Auffälligkeiten. Bei einem Immunologischen Test wurden sehr viele positive Werte (was bedeutet, er reagiert darauf allergisch) festgestellt. Unter anderem diverse Fisch- und Fleischarten, Eier, Getreide usw. Bisher konnte dem Hund leider niemand wirklich helfen und die Probleme blieben trotz vielen Maßnahmen seitens des Besitzers.

Beim Erstbesuch wurden ebenfalls noch einige Auffälligkeiten von Yvonne festgestellt. Unter anderem kam aus dem Gespräch hervor, dass er sehr häufig Kot absetzt, oft auch sehr flüssig und er etwas Untergewichtig ist. Er frisst gelegentlich Kot anderer Hund und hat immer wieder Atemprobleme. Bereit hier kam bei Yvonne die Vermutung auf, dass ein anderes Problem als nur die Allergie vorliegen könnte.

Die Therapie durch Yvonne lief wie folgt: Es wurde unter anderem ein Futterplan erstellt und Heilpilze eingesetzt. Zudem wurde die BGM nach Szperling angewandt und ein Laser eingesetzt.

Besonders über die Futterumstellung und den genauen Futterplan wird im Klassenzimmer ausgiebig gesprochen.

Nachdem auch ein neues Blutbild angefordert wurde mit von Yvonne bestimmten Werten, kam dann die Diagnose: Der Hund hat eine Exokrine Pankreasinsuffizienz. Auch hier erklärt sie den anderen Schülern einiges über diesen Befund. Was hat die Insuffizienz für Auswirkungen auf den Hund und was könnten die Ursachen hierfür sein? Was ist bei dieser Diagnose besonders zu beachten und wie geht man am besten vor? Für alle diese Fragen hat Yvonne eine Antwort und erläutert dies den Schülern für ihre Zukunft.

Die erfreulichste Nachricht in diesem Fallbeispiel ist, dass der Hund heute, 13 Wochen nach dem Erstbesuch bei Yvonne, ein deutlich besseres Allgemeinbefinden hat. Er frisst gut und hat sogar schon zugenommen. Er erbricht sich nicht mehr und auch das Absetzen von Kot hat sich deutlich reguliert. Zudem ist er Lebensfroher, hüpft herum und spielt sogar mit anderen Hunden, was er zuvor nicht getan hat.

Wir bedanken uns bei Yvonne für den tollen Beitrag im virtuellen Klassenzimmer. Es ist sehr schön zu sehen, das Schüler voneinander lernen können und sich gegenseitig helfen und ihr Wissen austauschen. Dieser Beitrag hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist, das Tier ganzheitlich zu betrachten!

Virtuelles Klassenzimmer @ AfT interaktiv Szperling GbR: Mental-Coaching mit Tomasz

Tomasz startete mit dem Mental-Coaching zum Thema Zeitmanagement, welches bereits seit einigen Wochen behandelt wird und immer wieder neue Perspektiven und Ideen bringt. Heute wird sich mit der The-one-Thing- Methode von Gary Keller, einem US-Amerikanischen Investor, Unternehmer und Autor. Bei der Methode handelt es sich um ein Konzept, bei dem es darum geht, sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Man sollte seine Aufmerksam also vollkommen auf die Dinge richten, die oberste Priorität haben. Auch hier wird wieder die „Aufschieberitis“ angesprochen, diese wurde bereits öfter im Klassenzimmer erwähnt, denn es ist die Eigenschaft, wichtige Aufgaben und Erledigung immer weiter vor sich hinzuschieben und die Zeit mit weniger relevanten Dingen zu füllen.

Dies bedeutet für die angehenden Tierphysiotherapeuten allerdings nicht, dass sie sich nun hinsetzen sollen und ihnen das Wissen zufliegt. Vielmehr bedeutet es, dass sie ihre Aufmerksamkeit und ihr Herzblut in diese Dinge investieren sollen, die sie sich als Ziel gesetzt haben.

Ihr nächstes großes Ziel ist das Bestehen der Prüfung zum Tierphysiotherapeuten, dieses Ziel sollten sie nun in mehrere kleine Teile aufspalten empfiehlt Tomasz.

Was benötigen sie also, um die Prüfung zu bestehen? Die Teilnahme an allen Praxiswochen, die Voraussetzung dafür ist das Lernen und Verstehen der Skripte und die Abgabe der Lernkontrollen.

Tomasz fragt in die Runde: „Was kann ich tun, um ein Skript zu bearbeiten?“

Die Schüler haben viele gute Ideen und Vorschläge: Man muss sich rechtzeitig die nötigen Unterlagen besorgen, sich Zeit zum Lernen nehmen, die Skripte nochmals unterteilen, die Skripte zusammenfassen, und viele weiteres.

Tomasz gibt den Schülern aber erneut einen wichtigen Denkanstoß! Vermeidet Aussagen wie: „Ich muss heute noch lernen“, „Ich muss noch Skripte besorgen“. Vielmehr sollten wir das lernen als ein „Kann-Ding“ sehen und nicht mehr als ein „Muss-Ding“. Die Aussage: „Heute Nachmittag setze ich mich in den Garten und kann entspannt lernen“ klingt doch ganz anders als „Heute Nachmittag muss ich lernen“, oder nicht? So fällt das Lernen doch viel leichter. Man sollte immer an das Ziel denken, der Traum der Schüler ist es, Tierphysiotherapeut zu werden, dafür sollten sie sich allerdings auch das nötige Wissen aneignen. Mit jedem Tag, an dem man sich hinsetzt und lernt, kommt man doch seinem Ziel etwas näher. Warum also das Lernen nicht als etwas großartiges ansehen?

Abschließend folgt eine kleine Anekdote von Tomasz: Ein Mann sagt seinem Kind vor jedem Essen „Bevor du dein Gemüse essen darfst, musst du erst ein Eis essen“. Irgendwann ist das Kind im Kindergarten und es gibt mittags Gemüse, das Kind fragt die Erzieherin „Muss ich heute auch erst ein Essen, oder darf ich heute mal nur das Gemüse essen?“.

Dies ist umgekehrte Psychologie, das Kind sieht das Gemüse als etwas Positives, weil es dieses essen DARF. Das Eis wiederum ist für das Kind negativ, da es dieses Essen MUSS.

Genauso ist es mit dem Lernen und wenn die Schüler das Lernen als etwas Positives betrachten, wird es auch gleich viel leichter fallen!

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